FAMILY TIPPS - SCHWERPUNKTTHEMA: sicherheit

BÄRENBURG, Kindersicherheitshaus Graz
Mehr Sicherheit kann Leben retten


Die BÄRENBURG, das  1. österreichische Kindersicherheitshaus beim Kinderzentrum im LKH-Univ.Klinikum Graz zeigt Eltern und Kindern, wo im Haushalt Gefahrenquellen lauern, wie man die potenziellen Gefahren erkennt, entschärft und so Unfälle vermeidet.

Ungesicherte Steckdosen, heiße Herdplatten, zu leicht zu öffnende Fenster und Schubladen, Elektrogeräte, Putzmittel, der Wickeltisch: Von den rund 90.000 Kinderunfällen, die sich im unmittelbaren Wohnbereich ereignen, passieren Unfälle 80% in der Wohnung und 20% im Garten und Hof.

Die schweren und tödlichen Kinderunfälle betreffen besonders die Risikobereiche Küche, Bad, Kinderzimmer und Garten. Hier passieren vor allem Verbrennungen und Verbrühungen mit heißen Flüssigkeiten, Vergiftungen und Verätzungen mit Reinigungsmitteln, Ertrinkungsunfälle in Swimmingpools und Biotopen und Stürze aus Fenstern.

Jedes 2. verunfallte Kind ist jünger als 6 Jahre

„Je jünger ein Kind ist, desto häufiger ereignen sich die Unfälle im eigenen Heim und in der nahen Wohnumgebung,“ erklärt Univ.Prof. Dr. Michael Höllwarth, Vorstand der Univ.Klinik für Kinder- und Jugendchirurgie Graz und Präsident von GROSSE SCHÜTZEN KLEINE. Jeder 2. Kinderunfall betrifft ein Kind unter 6 Jahren. Besonders gefährdet sind Kinder im 2. und 3. Lebensjahr. Knaben verunfallen doppelt so oft wie Mädchen.

Effiziente Unfallvermeidung beginnt zu Hause
Dies bedeutet, dass ein Kleinkind einerseits durch seine noch nicht abgeschlossene psychomotorische Entwicklung gefährdet ist, einen Unfall zu erleiden, andererseits jedoch auch, dass die Unfallstelle ein Ort ist, der den Eltern hinreichend bekannt sein sollte. Dies heißt, dass bei entsprechendem Bewusstsein und Wissen über Unfallgefahren das eigene Zuhause sehr gut „entschärft“ werden kann. So können Unfälle gänzlich vermieden oder die Verletzungsgefahr minimiert werden. Denn erfolgreiche Unfallprävention ist immer eine Mischung aus passiven Schutzeinrichtungen und differenziertem Gefahrenbewusstsein.

Sturz ist häufigste Unfallursache
Der Sturz steht mit einem zwei Drittel-Anteil an erster Stelle der Unfallursachen. Auch hier sind wiederum die Kleinsten besonders gefährdet, da sie die Sicherheit und Routine im Gehen und in der Bewegung erst entwickeln müssen. „Besonders gefährlich kann hier der Sturz vom Wickeltisch, von der Treppe, aus dem Hochstuhl oder dem Fenster sein – alles Unfälle, die sich mit dem entsprechenden Gefahrenbewusstsein und Schutzeinrichtungen wie Stiegengitter oder Fenstersicherung vermeiden ließen“, so Höllwarth.

Mit allen Sinnen lernen
In der Schauwohnung der BÄRENBURG werden all diese Gefahrenbereiche sichtbar gemacht - und gezeigt, wie man sie entschärft. Erwachsene erkunden das Kindersicherheitshaus auf eigene Faust und holen sich von den Sicherheitsexperten von GROSSE SCHÜTZEN KLEINE Tipps für die Sicherheit ihrer Kinder auch im Verkehr oder beim Sport. Für Kindergruppen wird eine Sicherheits-Erlebnis-Tour angeboten, die alle Sinne anspricht. Da wird gefühlt, gehört, ausprobiert und spielerisch Wissen vermittelt.

Betrieben wird die BÄRENBURG von GROSSE SCHÜTZEN KLEINE in Kooperation mit dem LKH-Univ. Klinikum Graz. Neben der Schauwohnung bietet die BÄRENBURG Informationen und Weiterbildungen zur Prävention von Kinderunfällen für zahlreiche Berufsgruppen an.

Die Akzeptanz der BÄRENBURG  ist exzellent: Kindergruppen, Erwachsene und die verschiedensten Berufsgruppen holen sich in Kindersicherheitshaus Graz gerne effiziente Unfallverhütungstipps und sind – wie das Feedback ergeben hat - begeistert über die gute Aufbereitung des Themas in der Schauwohnung und in den Führungen. Die BÄRENBURG erhielt 2009 den erstmals vergebenen Österreichischen Kommunikationspreis für innovative & vorbildliche Gesundheitskommunikation und 2010 den Kinderschutzpreis der Stadt Graz.

Neu: Für alle, die nicht persönlich in die BÄRENBURG kommen können, gibt es ab Oktober 2010  die VIRTUELLE BÄRENBURG unter www.kindersicherheitshaus.at. In einer „Besichtigungstour“ durch die Zimmer der Schauwohnung erfährt man, wo die größten Gefahrenquellen lauern und erhält die wichtigsten Tipps zur Kindersicherheit zu Hause.

Schulen und Kindergärten sowie Gruppen werden um Voranmeldung für die spezielle Kinder-Erlebnis-Sicherheitsbären-Führung gebeten. Führungen und Schulungen für Berufsgruppen (PädagogInnen, SicherheitsberaterInnen, ÄrztInnen usw.) werden auf Vereinbarung abgehalten. Rufen Sie an – wir informieren Sie gerne: 0316 385 13764.



Informationen zu verschiedenen Fragen der Kindersicherheit unter:
www.grosse-schuetzen-kleine.at


Öffnungszeiten
BÄRENBURG:     Mo – Fr, 9:00 – 12:00 Uhr
www.kindersicherheitshaus.at

Kontakt:
GROSSE SCHÜTZEN KLEINE
Auenbruggerplatz 49, 8036 Graz
T 0316 385 – 3764, e-mail: baerenburg@klinikum-graz.at

                                                                                                                                   zurück

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