back to school - schulbeginn ganz entspannt

 

Ein Paar einfache Regeln, für die Eltern genau so wie für die Kinder, erleichtern den Start in die Schule und später auch den Schulalltag ungemein. Dazu gehören, wie in allen anderen Erziehungsfragen auch, vor allem gegenseitiger Respekt und liebevolle Zuneigung. Geduld, Anerkennung und die richtige Portion Unterstützung sind für Wiedereinsteiger in den Schulalltag genauso wichtig.

 


Ordnung muss gelernt sein


Schauen Sie in den ersten Schulwochen regelmäßig in die Schultasche ihres Kindes. So stellen Sie sicher, dass ihr Kind nur das zur Schule mitnimmt, was es für den Unterricht braucht und Zusatzgewicht entfällt. Nehmen Sie ihrem Kind aber nicht die ganze Verantwortung ab: Es muss selbst lernen, die Schultasche auszusortieren.

Anfangs werden die Kinder die Hausaufgaben am liebsten am Küchen- oder Wohnzimmertisch machen. Das ist okay, wenn sie nicht permanent von Lärm oder Unruhe abgelenkt werden. Spätestens wenn die Hausaufgaben zunehmen, brauchen die Kinder aber einen eigenen, großzügigen Lern- und Arbeitsplatz. Einerseits um Haltungsschäden vorzubeugen, andererseits um Lernmaterialien gleich richtig in Schubladen oder Fächer einzusortieren. Auch regelmäßiges Schreibtisch aufräumen gehört zum Ordnung halten dazu.

 

Das richtige Frühstück

Ein Schulvormittag kann ganz schön lang sein – zuhören, konzentriert arbeiten, so viel Neues erfassen! Schulkinder sollten deshalb mit einem vielseitigen und gesunden Frühstück in den Tag starten, es bildet die Grundlage für Konzentration und Aufmerksamkeit.

Wenn in der Früh wenig Zeit dafür bleibt, helfen einfache Tricks. Stehen die Leckereien mundgerecht bereit (klein geschnittenes Obst, mundgerecht in Häppchen geschnittenes Vollkornbrot mit Butter oder Frischkäse, Milch, Kakao, Tee), dann greift ihr Kind viel schneller zu. Ihr Kind wird sich außerdem freuen, wenn Sie das  Pausenbrot aufpeppen – mit einer Scheibe Gurke oder Paprikastreifen. In einer Frischhaltebox bleibt es appetitlich, in einer weiteren Box können die Kinder auch drucksicher Fruchtstücke mitnehmen. Kinder sollten zudem mindestens 1,2 Liter pro Tag trinken, am besten Wasser oder Mineralwasser, ungesüßte Früchte- oder Kräutertees oder gespritze Fruchsäfte.

 

Toben, spielen – und 10 Stunden schlafen


Was Erstklässler anfangs am meisten anstrengt, ist das lange Stillsitzen. Viele Lehrer integrieren kleine Übungen in den Unterricht, aber das Sitzen am Platz überwiegt. Deshalb sollte Ihr Kind am Nachmittag genügend Möglichkeit haben zu toben. Davon profitiert nicht nur der Körper, sondern auch der Geist.

Sorgen Sie für ausreichend Schlaf! Ein sechsjähriges Kind braucht etwa zehn Stunden Schlaf pro Nacht. Besonders bedeutend ist dabei die so genannte REM-Phase, auch Tiefschlafphase genannt, in der sich das am Tag Gelernte im Gehirn festsetzt. Schläft Ihr Kind weniger, gehen Teile dieser zyklisch wiederkehrenden und am Morgen länger werdenden Phase verloren.

Hausaufgaben sinnvoll betreuen


Schaffen Sie zusammen mit ihrem Kind eine überschaubare Struktur zur Erledigung der Hausübungen: Was ist zu tun? Welche Reihenfolge ist die beste? Achten Sie darauf, dass das Kind nicht durch Fernseher, Radio oder laute Geschwisterkinder gestört wird. Ermutigen Sie Ihr Kind, schenken Sie ihm Anerkennung für das, was es tut. Das spornt am meisten an.

Ihr Kind sitzt seit fünf Minuten über einer einfachen Rechenaufgabe und kommt einfach nicht auf die Lösung. Was jetzt? Soll man es weiter grübeln lassen oder den entscheidenden Hinweis geben? Hausübungen sind dazu da, den Kindern selbständiges Arbeiten beizubringen. Wer anfangs zu sehr im Team arbeitet, verleitet das Kind dazu, nicht mehr auf die Hilfe von Mama oder Papa verzichten zu wollen. Finden Sie deshalb frühzeitig die richtige Distanz. Das ist eine Gratwanderung zwischen Fordern und Fördern, zwischen Ermutigen und Anspornen, zwischen Helfen und Loslassen. Ein entscheidender Tipp zur rechten Zeit schadet jedoch meistens nicht und hat schon einige lautstarke Verzweiflungsanfälle verhindert!
 

Gefordert sind Geduld und Anerkennung


Auf einmal müssen sie still sitzen, zuhören, sich konzentrieren und in eine Gruppe einfügen. Jetzt sind sie „groß“ – eine Erwartungshaltung, die manche Kinder schnell überfordern kann. Wenn ihr Taferklassler Startschwierigkeiten hat, manche Dinge einfach nicht so schnell begreift oder in einer Übung viele Fehler macht dann ist es absolut tabu, ihm Vorhaltungen zu machen, ihn gar zu beschimpfen oder zu bestrafen. Die Kleinen haben schon genug mit den neuen Verpflichtungen und der Kritik zu kämpfen, der sie in der Schule jetzt ausgesetzt sind. Schaffen Sie deshalb ein vertrauensvolles Miteinander. Schenken Sie viel Anerkennung, fordern Sie gleichzeitig Disziplin. Hausaufgaben müssen ohne großes Theater erledigt werden, sie sind jetzt Teil des Lebens. Aber bleiben Sie geduldig, auch wenn es manchmal schwerfällt. So kann ihr Erstklässler zu einem selbstbewussten Schüler heranwachsen, den auch Rückschläge nicht sofort aus der Bahn werfen.

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