FAMILY tipps - SCHWANGERSCHAFT - PRÄNATALE DIAGNOSTIK

Pränatale Diagnostik

 

Wer ein Baby erwartet, will in der Regel wissen, ob es gesund ist und sich prächtig entwickelt. Nutzen Sie den regelmäßigen Besuch bei Ihrem Frauenarzt, er kontrolliert ob mit Ihrem Ungeborenen alles in Ordnung ist. Die Pränatale Diagnostik verändert eine Schwangerschaft entscheidend. War früher die Gesundheit des Kindes bis zur Geburt unbekannt, kann heute ein künstlich befruchtetes Ei theoretisch schon vor der Einpflanzung in die Gebärmutter genetisch untersucht und bei Krankheit aussortiert werden (die ist in Österreich jedoch verboten).

Das heißt Eltern haben die Möglichkeit mit gezielten Untersuchungen herauszufinden, ob das heranwachsende Baby gesund ist oder nicht. Man unterscheidet zwischen nicht invasiven Untersuchungen (ohne Eingriff in den Körper der schwangeren Frau, diese sind risikolos für die Schwangerschaft) und invasiven Untersuchungen (mit Eingriff in den Körper). 

  
Nicht invasive Untersuchungen:

Ultraschalluntersuchungen

Standardmäßige Ultraschalluntersuchungen werden in Österreich vom Mutter-Kind-Pass & von Frauenärzten für jede Schwangerschaft empfohlen. Bei der gezielten Ultraschalldiagnostik sucht der Arzt nach ganz bestimmten, vorher festgelegten Krankheitsbildern. Diese Untersuchung ist die am häufigsten angewandte Methode der vorgeburtlichen Diagnostik und wird von Ärzten mit einer speziellen Zusatzausbildung durchgeführt. Ultraschalldiagnostik  ermöglicht die Untersuchung auf Chromosomenschäden und entdeckt die meisten Organfehlbildungen.

Nackendichtemessungen

Bei Embryonen kann zwischen 11. und 14. Woche am Ultraschall manchmal eine Wassereinlagerung im Nackenbereich gesehen werden. Das ist ein mögliches, allerdings unsicheres Hinweiszeichen auf eine Chromosomenstörung. Nackendichtemessungen sind in der Regel nicht einfach, denn es spielen viele Faktoren eine wichtige Rolle. Um gute Ergebnisse zu erzielen, muss das Kind richtig liegen und die Dauer der Schwangerschaft muss sehr genau bekannt sein.

Combined-Test (=Ersttrimesterscrenning)

Diese Untersuchung findet in der 11. bis 14. Schwangerschaftswoche statt. Um die Wahrscheinlichkeit von Trisomie 21 zu berechnen werden zwei Hormonwerte aus dem Blut der Mutter mit dem Ergebnis der Nackendichtemessung und dem Alter der Mutter kombiniert. Ein Computerprogramm errechnet daraus das persönliche Risiko für ein Kind mit Chromosomenstörung.

Triple-Test

Das ist eine Untersuchung des Blutes der werdenden Mutter, welcher zwischen der 15. und 20. Schwangerschaftswoche durchgeführt wird und beinhaltet die Bestimmung von drei Hormonen im Blut der Mutter. Aus den gemessenen Werten kann errechnet werden, ob ein erhöhtes Risiko besteht. Der Triple-Test sagt nur aus, ob das Risiko für die konkret bestehende Schwangerschaft erhöht ist oder nicht, er stellt keine Dignose!

Invasive Untersuchungen:

PUNKTION

Eine sichere Diagnose von Chromosomenfehlern erfordert eine Punktion. Es gibt zwei Möglichkeiten:  Ab der 11. SSW kann man eine Chorionzottenbiopsie (Punktion des Mutterkuchens) oder ab der 16. SSW eine Amniozentese (Fruchtwasseruntersuchung) durchführen. Obwohl diese Untersuchungen  uns meistens Sicherheit geben, kann sich das Risiko einer Fehlgeburt erhöhen. Wenn man eine Diagnose erhält, gibt es kaum Bereiche, in denen man effektiv eingreifen kann.

Egal welcher Untersuchung man sich unterzieht, eine Garantie für ein gesundes Baby gibt es nicht. Entschließt sich eine Frau zu einem Schwangerschaftsabbruch, ist sie bereits im zweiten Schwangerschaftsdrittel, in dem es für eine herkömmliche Abtreibung zu spät ist: Eine normale Geburt muss eingeleitet werden, die körperlich und psychisch eine große Belastung ist und von manchen Frauen als geradezu traumatisch erlebt wird.


Quellen:    www.baby-und-familie.de

                 www.apotheken-umschau.de

                 www.oegum.at              

                 www.gyn.at

                 Zeitschrift Eltern Eltern 2010/2011

                                                                                                                                   zurück

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